Was kostet ein Führerschein? (Klasse B)

Wir müssen uns eines vor Augen führen: Der Gesetzgeber schreibt 12 "Besondere Ausbildungsfahrten" (Sonderfahrten) vor. Hinzukommend die ersten beiden Fahrstunden zur Einweisung und Erläuterung des Fahrzeugs, erste Anfahrübungen, Vorfahrtsituationen, Parken üben etc. Des weiteren: Wie "erfahren" ist der Bewerber? Schon mal auf der linken Seite am Steuer gesessen? Wie sind die Vorfahrtkenntnisse? Gibt es bereits eine Fahrerlaubnisklasse z.B. AM (Roller)? Ist der/die Bewerber/in öfter mal mit dem Fahrrad unterwegs? Wie ausgeprägt sind die motorischen Fähigkeiten? Wie engagiert wird der Bewerber im Theorieunterricht sein? Eine der wichtigsten Fragen: WARUM macht der Bewerber den Führerschein? (Motivation) Alles Fragen, die man sich im Vorfeld stellen könnte und sich auch überwiegend selbst beantworten kann. Diese Antworten geben vielleicht ein wenig Aufschluss über pauschale Aussagen Dritter wie: "wir haben früher nur 10 Fahrstunden gebraucht..." Im Zuge der gesamten Veränderung im Straßenverkehr, sowohl baulich, als auch technisch was Fahrzeuge angeht, wurden auch die Ausbildung unter die Lupe genommen. Die Anforderungen an den Bewerber wurden im Laufe der Zeit immer mal wieder erhöht - mit dem Ziel Unfallzahlen zu senken! Welches auch der Grund für BF17 war. Die Zahlen sprechen für sich - die Unfallzahlen insgesamt gehen tendenziell nach unten. Wir möchten keinesfalls den Eindruck erwecken dem Schüler "Fahrstunden aus der Tasche zu leiern", sondern darauf hinweisen, hier mit offenen Karten zu Spielen. Wir versuchen das Bestmögliche zu erreichen und transparent mit dem Bewerber zu arbeiten! Denn das trägt zu einem positiven Ruf des Fahrlehrers; und somit dem Fahrschule bei. :-)
Eine gute Ausbildung, und somit eine anschließende sichere Fahrweise ist weit aus mehr Wert, als ein Technisch zu 100% vollausgesattetes Fahrzeug...